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Histamin: der Weg im Körper

Diese Seite zeigt den biochemischen Weg hinter dem Laborwert Histamin: welche Stationen aufeinander folgen, welche Enzyme den Schritt machen und welche Cofaktoren sie dafür brauchen. Jede Aussage hat eine Quelle. Die Seite beschreibt allgemeines Lehrbuchwissen und sagt nichts über einen einzelnen Menschen.

Kurz erklärt

Histamin ist ein Botenstoff, der aus der Aminosäure Histidin entsteht und in Mastzellen gespeichert wird. Nach der Freisetzung bindet es an vier Rezeptortypen; abgebaut wird es von der Diaminoxidase und der Histamin-N-Methyltransferase.

10 Stationen · 6 Quellen
ORYBildung und WirkungAbbauDAOKupferMAO-B, ALDHHistidin-DecarboxylaseVitamin B6 (PLP)HeparinAbbau außerhalb der ZelleAufnahme in die ZelleH1-AntihistaminikaHistidinAminosäure aus der NahrungHistaminin Mastzellen, BasophilenSpeicherkörnchenGranula der MastzellenFreisetzungbei Aktivierung der ZelleH1- bis H4-RezeptorenBindestellen an ZellenDAODiaminoxidase, kupferhaltigFreies Histaminaußerhalb der ZellenImidazolessigsäureüber eine Aldehyd-StufeN-Methylhistaminin der Zelle gebildetN-MIAAN-Methylimidazolessigsäure

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Der Weg Schritt für Schritt

  1. Histidin → Histamin Histidin-Decarboxylase · Vitamin B6 (PLP) Das Enzym Histidin-Decarboxylase entfernt aus Histidin eine Carboxylgruppe; so entsteht Histamin. Das Enzym braucht Pyridoxalphosphat, die aktive Form von Vitamin B6. Quelle 2, 1
  2. Histamin → Speicherkörnchen · Heparin Mastzellen und basophile Blutzellen lagern Histamin in kleinen Bläschen ein. Dort bleibt es an Heparin gebunden und ist nach außen hin wirkungslos. Quelle 3
  3. Speicherkörnchen → Freisetzung Bindet ein Antigen an IgE-Antikörper auf der Mastzelle oder wirken andere Reize auf sie, verschmelzen die Bläschen mit der Zellwand und geben Histamin nach außen ab. Quelle 3
  4. Freisetzung → H1- bis H4-Rezeptoren Histamin bindet an vier Rezeptortypen. Je nach Typ und Gewebe lösen sie unterschiedliche Signale aus – an Blutgefäßen, an Nervenzellen, an Magenzellen und an Abwehrzellen. Quelle 3, 5
  5. Freies Histamin → Imidazolessigsäure DAO · Kupfer Die Diaminoxidase spaltet die Aminogruppe ab. Über eine Aldehyd-Zwischenstufe entsteht Imidazolessigsäure, die mit dem Urin ausgeschieden wird. Quelle 4
  6. N-Methylhistamin → N-MIAA MAO-B, ALDH Die Monoaminoxidase B und eine Aldehyd-Dehydrogenase bauen N-Methylhistamin weiter ab. Das Endprodukt erscheint im Urin. Quelle 4

Cofaktoren dieses Weges

Was auf diesen Weg einwirkt

Quellen

  1. Brosnan ME, Brosnan JT. Histidine Metabolism and Function. J Nutr 2020 · PubMed 33000155
  2. Moriguchi T, Takai J. Histamine and histidine decarboxylase: Immunomodulatory functions and regulatory mechanisms. Genes Cells 2020 · PubMed 32394600
  3. Heidarzadeh-Asl S, Maurer M, Kiani A et al. Novel insights on the biology and immunologic effects of histamine: A road map for allergists and mast cell biologists. J Allergy Clin Immunol 2025 · PubMed 39734034
  4. Maintz L, Novak N. Histamine and histamine intolerance. Am J Clin Nutr 2007 · PubMed 17490952
  5. Simons FE, Simons KJ. Histamine and H1-antihistamines: celebrating a century of progress. J Allergy Clin Immunol 2011 · PubMed 22035879
  6. Binda C, Mattevi A, Edmondson DE. Structural properties of human monoamine oxidases A and B. Int Rev Neurobiol 2011 · PubMed 21971000

Verwandte Wege

Stand 2026-09-16. Entwurf, von Claude nach Schema v2 geschrieben; Quellen in PubMed geprüft; fachliche Freigabe offen
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