Pankreatische Elastase-1 (PE-1): der Weg im Körper
Pankreatische Elastase-1 (PE-1) ist Teil des Weges „Pankreas-Elastase“. Diese Seite zeigt den ganzen Weg; die Station von Pankreatische Elastase-1 (PE-1) ist hervorgehoben.
Hier steht dieser Laborwert: Elastase im Stuhl — kaum abgebaut. Ein Teil der Elastase übersteht den Weg durch den Darm fast unverändert und erscheint im Stuhl. Deshalb lässt sie sich dort nachweisen. Quelle 2
Kurz erklärt
Die pankreatische Elastase-1 ist ein eiweißspaltendes Enzym, das die Bauchspeicheldrüse als inaktive Vorstufe in den Darm abgibt. Dort aktiviert Trypsin sie; sie zerlegt Nahrungseiweiß und erscheint zum Teil unverändert im Stuhl.
11 Stationen · 4 QuellenGrafik seitlich wischen
Der Weg Schritt für Schritt
- Azinuszelle → Proelastase Elastase entsteht als inaktive Vorstufe mit einem zusätzlichen Kettenstück. So kann sie im Gewebe der Bauchspeicheldrüse selbst noch nichts spalten. Quelle 1
- Proelastase → Im Pankreassaft · Hydrogencarbonat Mit dem Pankreassaft fließt die Vorstufe durch den Ausführungsgang in den Zwölffingerdarm. Der Saft enthält außerdem Hydrogencarbonat, das die Magensäure abpuffert. Quelle 1
- Trypsinogen → Trypsin Enteropeptidase Trypsin ist der Schalter der Eiweißverdauung: Es aktiviert die übrigen Vorstufen aus der Bauchspeicheldrüse, darunter die Proelastase. Quelle 1
- Proelastase im Darm → Elastase Trypsin Trypsin trennt das zusätzliche Kettenstück ab; damit ist die Elastase aktiv. Beim Menschen sind es vor allem die chymotrypsinähnlichen Formen CELA3A und CELA3B. Quelle 1
- Elastase → Elastase im Stuhl · Weg durch den Darm Ein Teil der Elastase übersteht den Weg durch den Darm fast unverändert und erscheint im Stuhl. Deshalb lässt sie sich dort nachweisen. Quelle 2
- Nahrungseiweiß → Kurze Peptide Elastase Elastase schneidet die Kette hinter Bausteinen mit kleinen Seitengruppen, etwa Alanin, Glycin oder Valin. Es entstehen kurze Bruchstücke. Quelle 1
- Kurze Peptide → Aminosäuren Peptidasen Weitere Enzyme zerlegen die Bruchstücke bis zu einzelnen Aminosäuren und sehr kurzen Peptiden. Diese nimmt die Darmzelle über eigene Transportproteine auf. Quelle 1
Cofaktoren dieses Weges
- Calcium — Signal in der Azinuszelle, das die Abgabe der Enzym-Bläschen steuert Quelle 3Im ORY-Katalog als Laborwert: Calcium (intrazellulär)
- Hydrogencarbonat — Bestandteil des Pankreassafts, der die Magensäure im Zwölffingerdarm abpuffert Quelle 1
- Natrium — Treibt Transporter an, die Aminosäuren aus der Verdauung in die Darmzelle bringen Quelle 4Im ORY-Katalog als Laborwert: Natrium (intrazellulär)
- Protonen (H⁺) — Treiben den Transporter PEPT1 an, der kurze Peptide in die Darmzelle bringt Quelle 4
Quellen
- Whitcomb DC, Lowe ME. Human pancreatic digestive enzymes. Dig Dis Sci 2007 · PubMed 17205399
- Löser C, Möllgaard A, Fölsch UR. Faecal elastase 1: a novel, highly sensitive, and specific tubeless pancreatic function test. Gut 1996 · PubMed 8944569
- Petersen OH. Calcium signalling and secretory epithelia. Cell Calcium 2014 · PubMed 24508392
- Bröer S. Amino acid transport across mammalian intestinal and renal epithelia. Physiol Rev 2008 · PubMed 18195088
Verwandte Wege
- Verzweigtkettige Aminosäuren — nahrungseiweiß
- Threonin — nahrungseiweiß
- Gärung im Darm und Atemgase — Calcium (intrazellulär), Natrium (intrazellulär)
- Magnesium — Calcium (intrazellulär), Natrium (intrazellulär)
Stand 2026-09-16. Entwurf, von Claude nach Schema v2 geschrieben; Quellen in PubMed geprüft; fachliche Freigabe offen
Impressum
Datenschutz
Alle Biomarker