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Taurin: der Weg im Körper

Taurin ist Teil des Weges „Taurin“. Diese Seite zeigt den ganzen Weg; die Station von Taurin ist hervorgehoben.

Hier steht dieser Laborwert: Taurin — auch aus der Nahrung. Die Flavin-Monooxygenase FMO1 oxidiert Hypotaurin zu Taurin. Ein großer Teil des Taurins im Körper stammt daneben direkt aus Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten. Quelle 3

Kurz erklärt

Taurin ist eine schwefelhaltige Aminosulfonsäure, die der Körper aus Cystein bildet und mit der Nahrung aufnimmt. Es wird an Gallensäuren gebunden und regelt als gelöster Stoff den Wasserhaushalt der Zellen.

12 Stationen · 5 Quellen
ORYBildungVerwendungBAATCBS und CSEVitamin B6 (PLP)Cystein-DioxygenaseEisen, SauerstoffCSAD (Decarboxylase)Vitamin B6 (PLP)FMO1NADPH, SauerstoffTransporter BSEPüber das Blut in die GewebeMethioninschwefelhaltige AminosäureCysteinDrehscheibe des SchwefelsCysteinsulfinsäureerste Stufe zum TaurinHypotaurinVorstufeTaurinauch aus der NahrungTaurin im BlutAufnahme über TauTIn der Leberzellefür GallensalzeIn anderen ZellenMuskel, Herz, Nerven, AugeCholsäure-CoAaktivierte GallensäureTaurocholsäureGallensalzGalleFettverdauung im DarmOsmolyt in der ZelleWasserhaushalt

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Der Weg Schritt für Schritt

  1. Methionin → Cystein CBS und CSE · Vitamin B6 (PLP) Zwei Enzyme mit Vitamin B6 als Cofaktor — Cystathionin-β-Synthase und Cystathionin-γ-Lyase — bauen Homocystein über Cystathionin zu Cystein um. Quelle 1
  2. Cystein → Cysteinsulfinsäure Cystein-Dioxygenase · Eisen, Sauerstoff Die Cystein-Dioxygenase hängt zwei Sauerstoffatome an den Schwefel. Das Enzym enthält Eisen und steuert, wie viel Cystein in Richtung Taurin fließt. Quelle 1, 2
  3. Cysteinsulfinsäure → Hypotaurin CSAD (Decarboxylase) · Vitamin B6 (PLP) Die Cysteinsulfinat-Decarboxylase entfernt die Carboxylgruppe; auch sie arbeitet mit Pyridoxalphosphat, der aktiven Form von Vitamin B6. Quelle 2, 3
  4. Hypotaurin → Taurin FMO1 · NADPH, Sauerstoff Die Flavin-Monooxygenase FMO1 oxidiert Hypotaurin zu Taurin. Ein großer Teil des Taurins im Körper stammt daneben direkt aus Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten. Quelle 3
  5. Taurin im Blut → In der Leberzelle In der Leber dient Taurin als Anhängsel für Gallensäuren. Quelle 4
  6. Taurin im Blut → In anderen Zellen In Muskel, Herz, Netzhaut und weißen Blutkörperchen liegt Taurin in großer Menge frei gelöst vor und wird nicht in Eiweiße eingebaut. Quelle 5
  7. Cholsäure-CoA → Taurocholsäure BAAT Das Enzym BAAT hängt Taurin an die Gallensäure. Das Gallensalz bleibt dadurch auch im sauren Dünndarm in Lösung. Quelle 4
  8. Taurocholsäure → Galle · Transporter BSEP Mit der Galle gelangen die Gallensalze in den Darm. Dort umhüllen sie Fetttröpfchen, sodass die Enzyme der Bauchspeicheldrüse angreifen können. Quelle 4
  9. In anderen Zellen → Osmolyt in der Zelle Taurin zählt zu den Osmolyten: Schwillt eine Zelle an, gibt sie Taurin über eigene Kanäle ab und zieht Wasser hinterher. So gleicht sie ihr Volumen wieder aus. Quelle 5

Cofaktoren dieses Weges

Quellen

  1. Stipanuk MH, Ueki I. Dealing with methionine/homocysteine sulfur: cysteine metabolism to taurine and inorganic sulfur. J Inherit Metab Dis 2011 · PubMed 20162368
  2. Tappaz ML. Taurine biosynthetic enzymes and taurine transporter: molecular identification and regulations. Neurochem Res 2004 · PubMed 14992266
  3. Miyazaki T. Identification of a novel enzyme and the regulation of key enzymes in mammalian taurine synthesis. J Pharmacol Sci 2024 · PubMed 38081683
  4. Russell DW. The enzymes, regulation, and genetics of bile acid synthesis. Annu Rev Biochem 2003 · PubMed 12543708
  5. Pasantes-Morales H. Taurine Homeostasis and Volume Control. Adv Neurobiol 2017 · PubMed 28828605

Ganzer Weg: Taurin

Verwandte Wege

Stand 2026-09-16. Entwurf, von Claude nach Schema v2 geschrieben; Quellen in PubMed geprüft; fachliche Freigabe offen
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