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CRP: der Weg im Körper

Diese Seite zeigt den biochemischen Weg hinter dem Laborwert hsCRP (hochsensitives C-reaktives Protein): welche Stationen aufeinander folgen, welche Enzyme den Schritt machen und welche Cofaktoren sie dafür brauchen. Jede Aussage hat eine Quelle. Die Seite beschreibt allgemeines Lehrbuchwissen und sagt nichts über einen einzelnen Menschen.

Kurz erklärt

CRP (C-reaktives Protein) ist ein ringförmiges Eiweiß, das die Leber auf das Signal Interleukin-6 hin bildet. Es bindet mit Calcium an Phosphocholin auf beschädigten Zellen und Bakterien und markiert sie für Komplementsystem und Fresszellen.

10 Stationen · 6 Quellen
ORYBildung in der LeberFunktion des Proteinsgp130JAK-KinasenATPC/EBPβRNA-Polymerase IIC1r, C1s, C4, C2mit dem Blut zum Ort der ReizungTocilizumabInterleukin-6Botenstoff der AbwehrzellenIL-6-Rezeptorauf der LeberzelleSTAT3 im ZellkernSignalweg JAK–STATCRP-Gen abgelesenzusammen mit C/EBPβCRP-Pentamerfünf gleiche UntereinheitenBindung an Phosphocholinnur mit CalciumC1qStart des KomplementwegsFcγ-Rezeptorenauf FresszellenC3b auf der OberflächeMarkierungAufnahme in FresszellenPhagozytose

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Der Weg Schritt für Schritt

  1. Interleukin-6 → IL-6-Rezeptor · gp130 Interleukin-6 bindet an seinen Rezeptor. Zusammen mit dem Eiweiß gp130 entsteht daraus ein Signalkomplex in der Zellmembran. Quelle 1
  2. IL-6-Rezeptor → STAT3 im Zellkern JAK-Kinasen · ATP Am Rezeptor sitzende JAK-Kinasen hängen Phosphat an STAT3. Die veränderten STAT3-Moleküle lagern sich paarweise zusammen und wandern in den Zellkern. Quelle 1, 2
  3. STAT3 im Zellkern → CRP-Gen abgelesen · C/EBPβ STAT3 bindet gemeinsam mit dem Faktor C/EBPβ an den Anfang des CRP-Gens. Die RNA-Polymerase schreibt es ab. Quelle 2
  4. CRP-Gen abgelesen → CRP-Pentamer RNA-Polymerase II Die Leberzelle fügt fünf gleiche Eiweiß-Untereinheiten zu einem flachen Ring zusammen und gibt ihn ins Blut ab. Als hsCRP bezeichnet man die besonders empfindliche Messung dieses Proteins. Quelle 2, 3
  5. Bindung an Phosphocholin → C1q Die gebundene Seite des Rings hält C1q fest, den ersten Teil des klassischen Komplementwegs. Quelle 2, 3
  6. Bindung an Phosphocholin → Fcγ-Rezeptoren Dieselbe Seite passt auf Fcγ-Rezeptoren von Fresszellen. Über sie erkennen die Zellen, was CRP markiert hat. Quelle 4
  7. C1q → C3b auf der Oberfläche C1r, C1s, C4, C2 Die Kette der Komplementeiweiße spaltet C3 und heftet C3b fest auf die Oberfläche. Das Teilchen ist damit für die Abwehr gekennzeichnet. Quelle 3
  8. C3b auf der Oberfläche → Aufnahme in Fresszellen Fresszellen erkennen die Markierungen, umschließen das Teilchen und zerlegen es im Inneren. Quelle 3, 4
  9. Fcγ-Rezeptoren → Aufnahme in Fresszellen Fresszellen erkennen die Markierungen, umschließen das Teilchen und zerlegen es im Inneren. Quelle 3, 4

Cofaktoren dieses Weges

Was auf diesen Weg einwirkt

Quellen

  1. Tanaka T, Narazaki M, Kishimoto T. IL-6 in inflammation, immunity, and disease. Cold Spring Harb Perspect Biol 2014 · PubMed 25190079
  2. Black S, Kushner I, Samols D. C-reactive Protein. J Biol Chem 2004 · PubMed 15337754
  3. Sproston NR, Ashworth JJ. Role of C-Reactive Protein at Sites of Inflammation and Infection. Front Immunol 2018 · PubMed 29706967
  4. Lu J, Mold C, Du Clos TW, Sun PD. Pentraxins and Fc Receptor-Mediated Immune Responses. Front Immunol 2018 · PubMed 30483265
  5. US-Fachinformation Tocilizumab (DailyMed), Abschnitt 12.2 Pharmacodynamics · Fachinformation
  6. de Baaij JH, Hoenderop JG, Bindels RJ. Magnesium in man: implications for health and disease. Physiol Rev 2015 · PubMed 25540137

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Stand 2026-09-16. Entwurf, von Claude nach Schema v2 geschrieben; Quellen in PubMed geprüft; fachliche Freigabe offen
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