← Zur Biomarker-Datenbank

Trimethylamin-N-Oxid: der Weg im Körper

Trimethylamin-N-Oxid ist Teil des Weges „TMAO“. Diese Seite zeigt den ganzen Weg; die Station von Trimethylamin-N-Oxid ist hervorgehoben.

Hier steht dieser Laborwert: Trimethylamin (TMA) — von Darmbakterien gebildet. Bestimmte Darmbakterien spalten diese Gruppe mit eigenen Enzymen ab; aus Cholin mit der Cholin-TMA-Lyase, aus Carnitin mit einer Oxygenase. Menschliche Zellen können das nicht. Quelle 2, 3

Kurz erklärt

Trimethylamin-N-Oxid (TMAO) ist ein kleines, wasserlösliches Molekül. Es entsteht in der Leber aus Trimethylamin, das Darmbakterien aus Cholin und Carnitin abspalten, und verlässt den Körper über die Nieren.

7 Stationen · 4 Quellen
ORYIm DarmLeber und AusscheidungCutC/D, CntA/BAufnahme im DarmFiltrationFMO3 baut Sauerstoff einCholin und Carnitinaus der NahrungTrimethylamin (TMA)von Darmbakterien gebildetTMA im Pfortaderblutauf dem Weg zur LeberTMAOTrimethylamin-N-OxidTMAO aus FischMeeresfische und GarnelenTMAO im Blutim Körper verteiltTMAO im Urinüber die Nieren

Grafik seitlich wischen

Der Weg Schritt für Schritt

  1. Cholin und Carnitin → Trimethylamin (TMA) CutC/D, CntA/B Bestimmte Darmbakterien spalten diese Gruppe mit eigenen Enzymen ab; aus Cholin mit der Cholin-TMA-Lyase, aus Carnitin mit einer Oxygenase. Menschliche Zellen können das nicht. Quelle 2, 3
  2. Trimethylamin (TMA) → TMA im Pfortaderblut Aufnahme im Darm Trimethylamin wird aus dem Darm ins Blut aufgenommen. Die Pfortader führt es zuerst zur Leber, bevor es in den übrigen Kreislauf gelangt. Quelle 1
  3. TMAO → TMAO im Blut Aus der Leber gelangt TMAO in den Kreislauf. Es ist ein kleines, wasserlösliches Molekül und wird im Körper nicht weiter umgebaut. Quelle 1
  4. TMAO aus Fisch → TMAO im Blut Aus der Leber gelangt TMAO in den Kreislauf. Es ist ein kleines, wasserlösliches Molekül und wird im Körper nicht weiter umgebaut. Quelle 1
  5. TMAO im Blut → TMAO im Urin Filtration Die Nieren filtern TMAO aus dem Blut in den Harn. Der größte Teil verlässt den Körper innerhalb eines Tages; die Menge folgt daher recht eng dem, was zuletzt gegessen wurde. Quelle 4, 1

Cofaktoren dieses Weges

Quellen

  1. Fennema D, Phillips IR, Shephard EA. Trimethylamine and Trimethylamine N-Oxide, a Flavin-Containing Monooxygenase 3 (FMO3)-Mediated Host-Microbiome Metabolic Axis Implicated in Health and Disease. Drug Metab Dispos 2016 · PubMed 27190056
  2. Craciun S, Balskus EP. Microbial conversion of choline to trimethylamine requires a glycyl radical enzyme. Proc Natl Acad Sci U S A 2012 · PubMed 23151509
  3. Zhu Y, Jameson E, Crosatti M et al. Carnitine metabolism to trimethylamine by an unusual Rieske-type oxygenase from human microbiota. Proc Natl Acad Sci U S A 2014 · PubMed 24591617
  4. Krüger R, Merz B, Rist MJ et al. Associations of current diet with plasma and urine TMAO in the KarMeN study: direct and indirect contributions. Mol Nutr Food Res 2017 · PubMed 28755411

Ganzer Weg: TMAO

Stand 2026-09-16. Entwurf, von Claude nach Schema v2 geschrieben; Quellen in PubMed geprüft; fachliche Freigabe offen
Impressum Datenschutz Alle Biomarker